Benzin sparen mit Lichtmaschinen Riemenscheibe

Energie sparen

Benzin sparen mit der Espa Riemenscheibe

Brennstoffzellen, Bio-Batterien, Hybridantriebe – wenn es ums Spritsparen geht wird es erfinderisch. Doch manchmal liegt das einfach näher, als jede High-Tech-Innovation.

Nicht selten schaffen die aktuellen Benzinpreise es in die Nachrichten. Für alle Autofahrer bedeutet das: Sparen wo es nur geht. Neue Fahrzeuge werden mit Hybridantrieb ausgestattet, alte Autos teuer auf Gas umgerüstet und der Fahrer des Wagens auf Sprit-Spar-Seminare geschickt.

Energie Spar Sytem

Alle suchen nach einer kostengünstigen und effizienten Möglichkeit den teuren Treibstoff – und somit bares Geld einzusparen. Das Ei des Kolumbus fand jetzt ein Dusiburger. Das „Energie-Spar-System” kurz ESPA von Manfred Sonntag besteht aus einer Scheibe.

Auf der Suche nach einem System das einfach einzubauen, effizient und günstig ist, stieß Sonntags Suche auf die Lichtmaschine des Autos. Diese bringt nämlich schon bei 3.000 Umdrehungen pro Minute die volle Leistung. Sie dreht sich allerdings bei normalem Fahrstil bis zu 15.000 mal pro Minute.

Diese überflüssigen Umdrehungen kosten Energie. Sonntag kam darum auf die Idee diese Zahl zu verringern. Dazu tauscht er die Riemenscheibe aus. Über diese Scheibe verläuft der Antriebsriemen der Lichtmaschine. Die Alte war maximal 58 Millimeter groß. Die neue Scheibe ist, je nach Platzverhältnis im Motorraum, bis zu 105 Millimeter groß.

Damit wird die Leistung des Motors optimiert. Das System ist für alle Fahrzeuge einsetzbar, die über einen Lichtmaschinenantrieb mit Rippenriemen verfügen, egal ob sie mit Diesel, Benzin oder Gas angetrieben werden.

Die von Sonntag und zwei weiteren Gesellschaftern gegründete Firma Power Hybrid Deutschland gibt auf ihrer Internetseite an, dass man „nachweisbar 6 Prozent Kraftstoff auf 100 Kilometern” spart, und sogar bis zu 15 Prozent sparen könnte.

Nachgewiesen hat das die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Die haben die große Scheibe getestet. Testautos waren zwei Peugeot 407, Baujahr 2003. Im Test wurden sowohl Fahrverhalten für Landstraße, Stadt und Autobahn simuliert. Im Schnitt sank der Verbrauch um 6 Prozent.

Die Batteriespannung sank im Test von 14,3 auf 12,3 Volt ab. Für einen Fahrer in einem langen Stau bedeutet das, er sollte besser nicht alle seine Verbraucher im Auto anschalten, da es dann schnell zu Problemen kommen könnte. Auch für Autos deren Batterie eh schon alt oder schwach ist, kann man die geringere Spannung nicht empfehlen.

Beim Test wurde aber auch bewiesen, dass sich die ESPA Scheibe nur für Vielfahrer lohnt. Besonders Kurzstreckenfahrer, die sich nur in der Stadt bewegen und damit mit niedrigen Drehzahlen fahren, führt der Einbau unweigerlich zum Problem: Die Lichtmaschine wird im unteren Drehzahlbereich nicht genügend angetrieben. Dadurch wird die Batterie stärker belastet, was früher oder später dazu führt, dass sie kaputt geht.

Der Einbau der Scheibe kostet 250 Euro, was sich für Langstreckenfahrer bereits nach etwa 20 bis 30.000 Kilometern rentiert. Eine TÜV-Abnahme ist für den Umbau nicht nötig. Vertrieben wird die ESPA Scheibe durch die Firma Power Hybrid Deutschland in Goch und mehrere Autohäuser und Werkstätten in Nordrhein-Westfahlen.

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